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VOCAL ART Frankfurt RheinMain 2022

14.10. bis 20.11.2022

Rhein-Main-Gebiet | Deutschland

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Konzert

„Zeitenwende“

Seit 2015 alljährlich parallel zur Buchmesse startet die VOCAL ART Frankfurt RheinMain am 14. Oktober, ein weltweit derzeit einmaliges Festival der Vokalkunst im Gesamtspektrum von Sprache und Musik.

Dem derzeit drastischen Geschehen folgend steht es 2022 unter dem Thema „Zeitenwende“ und spürt hierbei einschneidenden Wendeereignissen der abendländischen Kulturgeschichte und deren Spuren im künstlerischen Wirken diesjähriger Jubilare nach. So Heinrich Schütz, der Komponist des beginnenden Barockzeitalters und des 30-jährigen Krieges. Ihm widmet Deutschland zum 350. Todestag ein Gedenkjahr mit dem Titel „Schütz22 - Weil ich lebe“. Vor 200 Jahren starb E.T.A. Hoffmann, der Vater der Romantik formuliert die künstlerisch-emotionale Neuorientierung in der Folge von Aufklärung und Revolution. Thomas Manns Roman „Doktor Faustus“, vor 75 Jahren erschienen, formuliert die Abkehr der Musik von traditioneller Tonalität in der Vorkriegs-Phase des 20. Jahrhunderts. Den Faust-Aspekt greift Bernat Vivancos in seiner Kantate „El Diablo Mundo“ auf, deren Uraufführung neben Bruckners „Requiem d-Moll“, in Konzerten des Süddeutschen Kammerchores und der Bayerischen Kammerphilharmonie zu erleben ist (12. November, Stadtpfarrkirche Miltenberg | 13. November, Fränkische Musiktage Alzenau |14. November, Alte Oper Frankfurt). Mit dem Kompositionsauftrag an den spanischen Komponisten widmet sich das Festival dem diesjährigen Ehrengast und Partnerland der Buchmesse. Mit „Ein Spiel“, einem experimentell-partizipativen Konzertformat, präsentiert sich das renommierte SWR Vokalensemble. 26 internationale junge Preisträger aus 14 Ländern werden zum „Music Campus RheinMain“ erwartet. Historische Spielstätten, wie die Burg Alzenau, bieten das besondere Ambiente für ein vielfältiges musikalisch-literarisches Programm, dessen Panorama von Mozart, Mahler und Strawinsky bis zu Jazz reicht und OPUS-KLASSIK-Preisträger und Newcomer präsentiert.

Fotocredits: Alte Oper Frankfurt / Moritz Reich, Klaus Mellenthin / SWR, Irène Zandel