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Mahler Revisited

11. bis 13.09.2020

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Italien

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Mahler Revisited

Welche Klänge erfüllten das Wien des frühen 20. Jahrhunderts, und wie präsentierte sich Gustav Mahlers Musik zu dessen Lebzeiten?

Wie erlebte der Komponist die turbulenten geschichtlichen Ereignisse seiner Epoche? Das neue Festival Mahler Revisited wagt vor der Südtiroler Traumkulisse Toblachs eine Zeitreise in die 1900er-Jahre und vielleicht sogar in die ursprüngliche Klangvision des Komponisten. Das dafür frisch gegründete Grandhôtel Orchestra Toblach spielt auf Wiener Originalinstrumenten aus Mahlers Zeit und wird am 13. September seine Neunte Sinfonie so erklingen lassen, wie sie seit ihrer Uraufführung 1912 nicht mehr zu hören war. Eine Zeitreise in die 1900er Jahre Ein reichhaltiges Begleitprogramm flankiert das Konzert: Gastvorträge renommierter Redner zu Leben und Zeit Mahlers ergänzen das Programm ebenso wie Lieder mit der Sopranistin Camilla Tilling und Kammermusik von Mahler und seinen Zeitgenossen sowie ein Musikprojekt für Kinder. Offene Konzertproben lassen die Gäste am Produktionsprozess teilhaben. Geleitet wird das Grandhôtel Orchestra von Philipp von Steinaecker, der sich als Assistent von Claudio Abbado und als Cellist im Lucerne Festival Orchestra nicht nur seit Jahren mit der Musik Mahlers auseinandersetzt, sondern als Assistent von Sir John Eliot Gardiner auch langjährige Expertise in Sachen Originalklang-Ensembles mitbringt. Im Orchester musizieren Mitglieder der bedeutendsten europäischen Orchester wie des Concertgebouw Orchester, der Wiener Symphoniker, der Staatskapelle Dresden oder der Münchner Philharmoniker zusammen mit herausragend begabten Musikstudierenden aus ganz Europa. Gustav Mahler verbrachte ab 1908 seine Sommer in Toblach Schauplatz des Festivals ist das geschichtsträchtige Grandhôtel Toblach, hinter dem die mächtigen Felszacken des Dolomiten-Gebirgsstocks Drei Zinnen aufragen. 1877 als Feriendomizil im Pustertal erbaut, schrieb Gustav Mahlers hier in den Sommermonaten 1908 bis 1910 an seinen letzten monumentalen Sinfonien. Zuvor hatten bereits die Könige von Sachsen und Serbien in dem prächtigen Holzgiebelbau logiert. Später sollte Toblach zentraler Schauplatz des Ersten Weltkriegs werden – das Grandhôtel diente als Lazarett. 1999 wurde es umfassend renoviert und fungiert seitdem als europäisches Kulturzentrum. Es bietet auch den Gustav-Mahler-Musikwochen eine Heimat, die dieses Jahr vom 18. bis zum 30. Juli stattfinden und den großen österreichischen Komponisten bereits seit 1981 umfassend würdigen. Ein weiteres Jahres-Highlight im Grandhôtel bilden die Festspiele Südtirol – dieses Jahr von 3. bis 30. August – bei denen das Haydn Orchester von Bozen und Trient sowie internationale Stars musizieren.