Bad Hersfelder Festspiele 2026
26.06. bis 16.08.2026
Bad Hersfeld | Deutschland

Ein Sommer voller kultureller Highlights
Historische Mauern und großartige Aufführungen: Zur 75. Ausgabe kommen mit Parzival, Lysistrata, Pippi Langstrumpf und Something Rotten! vier Stücke auf die Open-Air Bühne der Stiftsruine, die Generationen verbinden.
Es wird ein besonderes Jahr 2026… für Bad Hersfeld und seine Festspiele allemal! Vor 75 Jahren startete eine private Initiative mit einer „Goethe-Festspielwoche“, was heute den kulturellen Höhepunkt jeden Sommers bedeutet. Das Jubiläum geht einher mit einer Personalie, denn als Intendantin fungiert mit Elke Hesse nicht nur eine Wienerin mit künstlerischer Expertise und kaufmännischem Gespür, sondern eine „Nachhausekommende“, war sie doch schon einmal erfolgreich mit der Intendanz betraut. Neues wird es auch auf der Bühne der Stiftsruine geben: Mit „Parzival“ wird ein eindrucksvoll inszeniertes Schauspiel mit Musik, das die epische Erzählung Wolfram von Eschenbachs in einem zeitgenössischen Bühnenkontext vorstellt, neu interpretiert. Da gibt es mit „Something Rotten!“ ein Musical, in dem das Publikum den Kampf zweier mäßig erfolgreichen Theaterleute im London zu Zeit von Elisabeth I. gegen einen gewissen William Shakespeare erlebt. Spaß verspricht „Lysistrata“, die antike Komödie nach Aristophanes in einer Uraufführung. Hier wenden Frauen ein ultimatives Druckmittel an, um die Männer von Athen und Sparta zum Frieden zu bewegen. „Pippi Langstrumpf“ schließlich treibt ihre Späße in der Stiftsruine und zeigt so ganz nebenbei, dass dem Mut zum Unangepassten oft eine besondere Stärke innewohnt. Molière spricht Frankfurter Mundart, wenn „Die Schule der Frauen“ mit Michael Quast im Eichhof gastiert. Zudem wird dort „Achtsam gemordet" nach dem Bestseller-Roman von Karsten Dusse.
Ein traditionsreiches Theaterfestival, das Schauspiel, Musical und Familienproduktionen mit der besonderen Atmosphäre historischer Freilichtspielorte verbindet.
Prägend ist vor allem die Aufführungssituation in der monumentalen Stiftsruine, deren offene Architektur und bewegliches Dach dem Theater einen eigenständigen, wetterfesten Freilichtcharakter verleihen. Gespielt werden vor allem Schauspiel und Musical, ergänzt durch Formate für Familien; als zweite Bühne dient der kleinere Innenhof von Schloss Eichhof, der eher Komödien und Kammerspiele aufnimmt. Aus einer langen Theatertradition am Ort hervorgegangen, verbindet das Festival historische Kulisse, große Raumwirkung und ein breit angelegtes Repertoire.