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15. St. Galler Festspiele

26.06. bis 10.07.2020

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Schweiz

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Tanz um ­Vergänglichkeit

Ein protestantischer Pastor entdeckt die Untreue seiner Frau und ist zwischen Eifersucht und seinem religiösen Gewissen zerrissen. Beinahe wird er zum Mörder und schlägt seiner Frau schließlich die Scheidung vor.

Diese hochmoderne Geschichte vertonte Giuseppe Verdi in seiner wenig bekannten Oper Stiffelio. Unter freiem Himmel im stimmungsvollen Ambiente des Klosterhofs feiert das Werk bei den 15. St. Galler Festspielen in der Regie von Nicola Raab Premiere.
Große Oper um Eifersucht und religiöses Gewissen
Außerdem wird es mit Gegen den Strom eine Tanzpremiere des bulgarischen Choreografen Dimo Kirilov Milev und der Tanzkompanie des Theaters St. Gallen geben, in der dem Faktum nachgespürt wird, dass nichts im Leben beständig ist: Der Wandel ist in unserer Gesellschaft zum Dauerzustand geworden, immer kurzfristigere Entscheidungen müssen getroffen werden. Im sakralen Raum der Stiftskirche, der durch jahrhundertealte Glaubens­traditionen geprägt ist, setzen die Tänzerinnen und Tänzer den Begriff der „flüchtigen Moderne“ in Bewegung um, begleitet von Domorganist Willibald Guggenmos.
Spielarten der Liebe
Das Konzertprogramm in verschiedenen Räumen des Stiftsbezirks ist inspiriert von der Festspieloper und variiert auf vielschichtige Weise Spielarten der Liebe – etwa in Werken des italienischen „Vaters aller Komponisten“ Claudio Monteverdi oder in einem Konzert, das aus abendländischer und islamischer Perspektive Sehnsuchtsallegorien reflektiert.
Im Festkonzert in der Kathedrale erklingen als krönender Höhepunkt religiöse Arien sowie Orchester- und Chorszenen aus italienischen Opern, darunter Verdis berühmter Gefangenenchor Va, pensiero aus Nabucco.