Münchner Opernfestspiele

Die Münchner Opernfestspiele locken vom 21.6. bis 31.7.2020 mit starken Premieren und gefragten Wiederaufnahmen.

„Es ist wahrscheinlich das letzte Mal, dass wir für eine Neuproduktion in dieser Konstellation an den Start gehen“, bedauert Jonas Kaufmann. An der Seite von Anja Harteros und mit Kirill Petrenko am Pult verkörpert er in Wagners großem Liebesdrama Tristan und Isolde, das auch als „Oper für alle“ zu sehen ist, die Partie des Tristan. Abschied umweht diese Opernfestspiele. Nicht nur Kirill Petrenko hat das Haus verlassen. Auch Nikolaus Bachler beendet nach 13 Jahren seine Tätigkeit als Intendant. Seine letzten beiden Festspiel-Premieren widmet er jenen Komponisten, mit denen 1975 in München erstmals ein „Festlicher Sommer“ stattfand: Wagner und Mozart. Die „tiefe Menschlichkeit“ ist es, die Matthew Polenzani an Idomeneo begeistert. Antú Romero Nunes setzt das Werk mit Constantinos Carydis am Pult in Szene.

Perlen aus dem Repertoire in Traumbesetzung und das Feuer der neuen Generation

Aus der aktuellen Saison steht Marina Abramović’ Performance 7 Deaths of Maria Callas auf dem Programm, in der Maria Callas ihren Tod an gebrochenem Herzen in sieben Sterbeszenen aus Opern immer wieder erfahren muss. Auch Frank Castorfs Inszenierung von Walter Braunfels Suche nach einer besseren Welt Die Vögel mit Wolfgang Koch als Prometheus und Dmitri Tcherniakovs Regiearbeit mit Webers Freischütz gibt es wieder zu sehen. Zu den Perlen aus dem Repertoire, die in Traumbesetzung wiederkehren, gehören u.a. Strauss’ Salome mit Marlis Petersen und Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, Puccinis Turandot mit Anna Netrebko sowie Martin Kušejs Rusalka-Deutung mit Kristine Opolais. Noch einmal vereint sind einige wichtige Künstler der letzten 13 Jahre im Festspiel-Sonderkonzert unter dem Motto „Der wendende Punkt“. In diesem Sinne möchte Bachler seinen Abschied verstehen. So betritt unter dem Motto „Feuer“ mit ehemaligen Mitgliedern des Opernstudios bereits die nächste Generation die Bühne. Und die Festspiel-Werkstatt widmet sich mit Gordon Kampes Kinderoper Spring doch der neuen Publikumsgeneration.